Erneute Anfrage 09.06.2026

Erneute Anfrage an Herrn Ortsbürgermeister Marohn vom 09.06.2026

Auf unseren offenen Brief antwortete Herr Ortsbürgermeister Marohn auch im Namen des Gemeinderats.

Er gab an, dass die gestellten Fragen in früheren Veranstaltungen und veröffentlichten Konzepten bereits beantwortet worden seien.  Zum Wegfall der Fernwärme durch das Großkraftwerk Mannheim sowie zum Wärmenetz Schifferstadt werden keine Aussagen getroffen. 
Konkrete Kennzahlen wie Wärmepreise und Anschlusskosten sollen in einer Machbarkeitsstudie erarbeitet werden — Ergebnisse werden frühestens Sommer/Herbst 2027 erwartet. 

Da viele der von uns abgefragten Punkte derzeit wohl noch nicht öffentlich belastbar geklärt sind, haben wir eine erneute Anfrage an den Herrn Ortsbürgermeister Marohn gestellt:

 

 

 

Sehr geehrter Herr Ortsbürgermeister Marohn, 

danke für Ihre Antwort auf unseren offenen Brief. 

Nach sorgfältiger Prüfung Ihrer Rückmeldung müssen wir jedoch feststellen, dass diese unsere Fragen nicht beantwortet. Sie verweisen im Wesentlichen auf frühere Veranstaltungen, Konzepte und eine künftige Machbarkeitsstudie.
Damit wird der Kern unseres offenen Briefes nicht ausgeräumt, sondern im Gegenteil bestätigt: Zu wesentlichen Punkten liegen der Öffentlichkeit bislang keine belastbaren, nachvollziehbaren und schriftlich zugeordneten Antworten vor.

Unser offener Brief hat nicht behauptet, dass bei den Projektverantwortlichen „mehrere offene und ungeklärte Fragen“ im Sinne fehlender interner Überlegungen bestehen müssten.
Er hat vielmehr darauf hingewiesen, dass zentrale Aussagen zu Wärmeleistung, Wirtschaftlichkeit, Versorgungsgebieten, Anschlussmöglichkeiten, Risiken, Anschlussquoten, Wärmepreisen, Investitionskosten und Verantwortlichkeiten für Bürgerinnen und Bürger bislang nicht anhand konkreter Planungsgrundlagen nachvollziehbar sind.

Wenn Sie nun mitteilen, dass genaue Kennzahlen wie Wärmepreise, Anschlusskosten, Ausbauphasen und weitere Grundlagen erst im Rahmen einer Machbarkeitsstudie untersucht werden sollen, die voraussichtlich im Herbst 2026 beauftragt und deren Ergebnisse erst im Sommer/Herbst 2027 erwartet werden, dann ist genau dies eine wesentliche Information.
Sie bedeutet aber auch: Viele der von uns abgefragten Punkte sind derzeit offenbar noch nicht öffentlich belastbar geklärt.

Vor diesem Hintergrund halten wir es für unpassend, den Eindruck zu erwecken, die Bürgerinitiative leide an „Informationsdefiziten“. Informationsdefizite entstehen nicht dadurch, dass Bürgerinnen und Bürger konkrete Fragen stellen. 
Sie entstehen dann, wenn auf konkrete Fragen lediglich allgemein oder auf frühere Veranstaltungen oder umfangreiche Konzepte verwiesen wird, ohne die jeweiligen Antworten, Fundstellen, Annahmen und Verantwortlichkeiten zu benennen.

Auch der Hinweis auf Gespräche im Rathaus ersetzt keine schriftliche Beantwortung eines offenen Briefes. Bei einem Projekt dieser Größenordnung, das Wärmeversorgung, kommunale Finanzen, Grundstücke, Infrastruktur, mögliche Anschlussentscheidungen und private Haushalte über Jahrzehnte betreffen kann, ist eine schriftliche, nachvollziehbare und öffentlich überprüfbare Antwort angemessen. Ein persönliches Gespräch kann ergänzend sinnvoll sein, es kann aber keine transparente Dokumentation ersetzen. 

Wir bitten daher weiterhin um die sachbezogene Beantwortung unserer Fragen. 

Mit freundlichen Grüßen

BI Neuhofen
Bürgerinitiative Neuhofen gegen Tiefengeothermie

 

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.