Geothermie-Projekte

Tiefengeothermie-Projekte
 

Liste bereits gescheiterter Tiefengeothermie-Projekte

Von den Betreibern und den Befürwortern wird Tiefengeothermie grundsätzlich als kontrollierbar und unproblematisch dargestellt. Diese Liste, bei der es sich nur um eine Momentaufnahme handelt, zeigt, wie gefährlich falsch diese Beurteilung ist!


Rittershoffen

Rittershoffen ist eine französische Gemeinde, elf Kilometer westlich von Rastatt. Dort bebte im Dezember 2025 die Erde. Die französischen Fachleute nehmen an, dass das Kraftwerk die Ursache ist. Es wird vermutet, dass gerade durch Reduzierung des Arbeitsdruckes induzierte Beben ausgelöst wurden. Ein Abschalten der Anlage konnte weitere Beben nicht verhindern.


Vendenheim-Reichstett

In der französischen Gemeinde Vendenheim, 30 Kilometer südwestlich von Baden-Baden, wurde das Geothermie-Kraftwerk nach einem Beben der Magnitude 3,6 von der Präfektur per Dekret geschlossen. Schon bei der Bohrung seien Fehler gemacht worden und der Injektionsdruck sei zu hoch gewesen. 
Doch auch nach der Abschaltung kam es zum bislang stärksten Beben mit Magnitude 4! Sowohl auf französischer als auch auf deutscher Seite traten Schäden an Gebäuden auf.

Auch hier verließ man sich auf das Ampelsystem - der Untergrund hat sich offensichtlich nicht daran gehalten!


Graben-Neudorf

Am 02.12.2025 feierte die Deutsche ErdWärme noch den erfolgreichen Abschluss der Langzeit-Injektionstests in Graben-Neudorf bei Bruchsal. Knapp zwei Wochen später erschüttert eine Reihe von Erdbeben das Gebiet.


Insheim

Das Kraftwerk in Insheim ist seit 2012 am Netz. Nach einem Defekt wurde es für längere Zeit abgeschaltet. Kurz nach dem Abschalten (!) bebte die Erde spürbar (Magnitude 2,0).


Bruchsal

Die Anlage in Bruchsal erzeugt Strom und Wärme. Sie dient seit Jahren als das Musterbeispiel dafür, dass Geothermie störungsfrei umgesetzt werden kann.


Staufen im Breisgau

Bei Staufen im Breisgau handelt es sich nicht um Tiefengeothermie, jedoch um ein Geothermie-Projekt.
Es ist ein ansehnliches Beispiel dafür, dass schon bei einer Bohrung in 140 Metern die Gefahr besteht, dass Wasser unkontrollierte Wege einschlägt. Dem Bürgermeister lagen wohl Warnungen vor, die er jedoch nicht beachtete.
In Staufen wurde das Grundwasser angebohrt. Dieses stieg dann in eine darüber liegende Gipskeuper-Schicht auf. Der Boden hob sich an manchen Stellen um mehr als 70 cm, es entstanden armdicke Risse in den Häusern, 270 Häuser wurden beschädigt, manche mussten wegen Einsturzgefahr abgerissen werden.

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