Pressemitteilung Infoveranstaltung

Informationsveranstaltung am 26.07.2026

Große Resonanz auf der Informationsveranstaltung der
Bürgerinitiative Neuhofen zur Tiefengeothermie

Die Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative Neuhofen zur geplanten Tiefengeothermie stieß am Sonntag, den 26. Juli 2026, auf eine außergewöhnlich große Resonanz.

Bereits vor Beginn der Veranstaltung strömten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in das Bürgerhaus „Neuer Hof“. Trotz Ferienzeit war die Veranstaltung mit ca. 300 Besucherinnen und Besuchern hervorragend besucht und der Andrang deutlich größer als erwartet.

Die hohe Teilnehmerzahl machte eindrucksvoll deutlich, wie sehr das Thema Tiefengeothermie die Menschen in Neuhofen bewegt und wie groß das Bedürfnis nach einer umfassenden, unabhängigen und sachlichen Information ist. Dass sich an einem Sonntagvormittag mehrere hundert Bürgerinnen und Bürger die Zeit nahmen, die Veranstaltung zu besuchen, unterstreicht die besondere Bedeutung des Themas für die Bevölkerung.

Ziel der Bürgerinitiative war es, den Besucherinnen und Besuchern eine möglichst vollständige Entscheidungsgrundlage zu bieten. Im Mittelpunkt standen daher sowohl die technischen Hintergründe der Tiefengeothermie, als auch deren mögliche Risiken sowie Erfahrungen aus bereits realisierten Projekten.

Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war der ausführliche Fachvortrag von Frau Ariane Stachowsky (Bundesverband Bürgerinitiativen Tiefe Geothermie e.V.), die die technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen verständlich erläuterte und zahlreiche Fragen der Besucher beantwortete.

Besonders eindrucksvoll war der Erfahrungsbericht eines unmittelbar von den Erkundungsarbeiten für ein Tiefengeothermie-Projekt betroffenen Hauseigentümers aus Schwetzingen. Über einen längeren Zeitraum schilderte er anhand seiner persönlichen Erlebnisse, wie es im Zuge der seismischen Erkundungen mittels Vibro-Trucks zu erheblichen Erschütterungsschäden an seinem Wohnhaus gekommen ist. Dabei berichtete er ausführlich über seine Erfahrungen bei der Schadensregulierung und machte deutlich, dass diese oftmals deutlich schwieriger und langwieriger verlaufen, als dies in Informationsveranstaltungen von Projektbetreibern dargestellt werde. Nach seinen Schilderungen würden Schäden teilweise bestritten, gekürzt oder nur nach langen Auseinandersetzungen reguliert. Teilweise warteten Betroffene noch heute auf eine Entschädigung.

Sein authentischer Praxisbericht hinterließ bei vielen Anwesenden einen nachhaltigen Eindruck. Zahlreiche Besucher äußerten im Anschluss, dass gerade dieser Erfahrungsbericht verdeutlicht habe, welche erheblichen Folgen die Schäden im Zusammenhang mit Tiefengeothermie für betroffene Eigentümer haben können und wie belastend die anschließende Auseinandersetzung um die Regulierung solcher Schäden sein kann.

Im weiteren Verlauf nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit den Referenten ins Gespräch zu kommen. Die Diskussion verlief engagiert und sachlich.

Besonders positiv wurde von vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern hervorgehoben, dass die Veranstaltung nach ihrem Eindruck deutlich ausgewogener gewesen sei, als frühere Informationsangebote der Gemeinde und des Projektbetreibers. Während dort aus Sicht vieler Besucher überwiegend die positiven Aspekte des Projekts im Mittelpunkt gestanden hätten, seien bei der Veranstaltung der Bürgerinitiative auch mögliche Risiken, offene Fragen sowie praktische Erfahrungen aus anderen Regionen ausführlich beleuchtet worden. Viele Besucher erklärten, erst durch diese unterschiedlichen Perspektiven ein umfassenderes Bild der Thematik erhalten zu haben.

Auch die Organisation der Veranstaltung fand große Anerkennung. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher bedankten sich persönlich bei den Organisatoren und lobten die sachliche Atmosphäre, die hohe Qualität der Vorträge.

Im Rahmen der anschließenden Diskussion wurde zudem mehrfach Kritik am bisherigen Vorgehen der Gemeinde geäußert. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger vertraten die Auffassung, dass wesentliche Entscheidungen bereits vorbereitet worden seien, bevor die Bevölkerung umfassend informiert worden sei. In diesem Zusammenhang wurde auch auf die mittlerweile drei eingereichten Bürgerbegehren hingewiesen, die nach Auffassung vieler Teilnehmer das erhebliche Interesse eines Teils der Bevölkerung an mehr Transparenz und Mitbestimmung unterstreichen.


Fazit der Bürgerinitiative Neuhofen

Die außergewöhnlich hohe Besucherzahl und die zahlreichen positiven Rückmeldungen haben die Erwartungen der Bürgerinitiative deutlich übertroffen. Das große Interesse zeigt eindrucksvoll, wie wichtig vielen Bürgerinnen und Bürgern eine unabhängige, transparente und ausgewogene Information über die geplante Tiefengeothermie ist. Besonders der authentische Erfahrungsbericht eines unmittelbar Betroffenen machte deutlich, dass neben den technischen Möglichkeiten auch die praktischen Folgen und Probleme mit Schäden eines solchen Projekts offen diskutiert werden müssen. 

Die Bürgerinitiative bedankt sich bei allen Referenten, Helferinnen und Helfern sowie den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern für den respektvollen Austausch. Die Veranstaltung hat eindrucksvoll gezeigt, dass der Wunsch nach einer offenen, neutralen und umfassenden Information in der Bevölkerung groß ist und dass ein sachlicher Dialog über Chancen und Risiken der Tiefengeothermie von vielen Menschen ausdrücklich gewünscht wird.

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