Bürgerinitiative
gegen Tiefengeothermie in Neuhofen
Die Bürgerinitiative entstand aus der Sorge über mögliche Risiken durch das geplante Tiefengeothermie-Projekt „Rhein-Pfalz“ in Neuhofen. Wir vertreten die Interessen der Anwohner und setzen uns für Umweltschutz und die Prüfung alternativer Möglichkeiten zur nachhaltigen Energiegewinnung in Neuhofen ein. Unser Ziel ist die umfassende Information der Einwohner und das Fördern des Dialogs.
Wir sind ausdrücklich FÜR Dekarbonisierung und den Einsatz regenerativer Energien, nicht jedoch für eine Tiefengeothermie-Anlage im Naherholungsgebiet Schlicht in Neuhofen.
Transparenz, Mitbestimmung und das Wohl der Gemeinschaft stehen für uns im Mittelpunkt.
Ihre Unterstützung zählt!
Gemeinsam können wir etwas bewegen: Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende, zeigen Sie mit einem Plakat Haltung oder unterzeichnen Sie unsere Petition:
Starke Nachrichten
Wir sind jetzt Mitglied im "Bundesverband Bürgerinitiativen Tiefe Geothermie"!
Seit Beginn unserer Arbeit erhalten wir wertvolle Beratung und Unterstützung durch den Bundesverband Bürgerinitiativen Tiefe Geothermie. Seit 19.08.2026 sind wir nun auch offiziell Teil dieser starken, bundesweiten Gemeinschaft.
Der Austausch mit anderen Bürgerinitiativen und die gemeinsame Erfahrung helfen uns dabei, die Anliegen der Menschen vor Ort weiterhin sachlich, transparent und mit Nachdruck zu vertreten.
Unser besonderer Dank gilt Ariane Stachowsky, der 1. Vorsitzenden des Bundesverbands. Mit ihrem bundesweiten ehrenamtlichen Engagement leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung der Bürgerinitiativen und zur Aufklärung über die Risiken der Tiefengeothermie.
Landesschau-Bericht über das geplante Tiefengeothermie-Projekt
Am 11.08. berichtete der SWR in der Landesschau über die aktuelle Situation in Neuhofen. Mitglieder der Bürgerinitiative stellten sich dem Interview. Das SWR-Team war sehr interessiert, hörte sich die Argumente gegen das Projekt sowie die Kritik an der Vorgehensweise des Bürgermeisters und des Gemeinderats an. Anschließend besichtigte man vor Ort den geplanten Bauplatz im Landschaftsschutzgebiet.
Für eine faire Berichterstattung wurde auch der Ortsbürgermeister Ralf Marohn zum Interview gebeten. Der lehnte dies jedoch ab. Daraufhin wurden vom SWR schriftlich Fragen an ihn gestellt, die er ebenfalls nicht beantwortete.
Die Geopfalz GmbH & Co. KG wurde um eine Stellungnahme zum Erdbebenrisiko und Folgeschäden gebeten. Auch hierauf erhielt der SWR keine Antwort.
Das Team des SWR hat uns zweieinhalb Stunden lang seine Aufmerksamkeit gewidmet.
Vielen Dank dafür an dieser Stelle!
Um den vollständigen Bericht in der ARD Mediathek zu sehen, klicken Sie bitte auf das Bild.
Stellungnahme der Bürgerinitiative zur Ablehnung der drei Bürgerbegehren
Das Verwaltungsgericht hat die Eilanträge zu den drei Bürgerbegehren abgelehnt. Der vollständige Beschluss wurde uns inzwischen zugestellt.
Wir werden die Entscheidung nun gemeinsam mit unserem Rechtsbeistand sorgfältig prüfen. Erst auf Grundlage der vollständigen Entscheidungsgründe lässt sich beurteilen, welche rechtlichen Konsequenzen sich daraus ergeben und ob weitere Schritte – insbesondere eine Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz – sinnvoll sind.
Für uns steht fest: Mit dieser Entscheidung ist die rechtliche Auseinandersetzung um die Bürgerbegehren noch nicht zwangsläufig beendet. Sobald die Prüfung abgeschlossen ist, werden wir über das weitere Vorgehen und die Ergebnisse informieren.
Wir danken allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich für unsere Bürgerbegehren eingesetzt haben, für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung.
Große Resonanz auf der Infoveranstaltung der BI
Trotz Ferienzeit war die Veranstaltung am 26.06.26 mit ca. 300 Besucherinnen und Besuchern sehr gut besucht.
Im Mittelpunkt standen sowohl die technischen Hintergründe der Tiefengeothermie, als auch deren mögliche Risiken sowie Erfahrungen aus bereits realisierten Projekten.
Ein besonderer Höhepunkt war der ausführliche Fachvortrag von Frau Ariane Stachowsky (Bundesverband Bürgerinitiativen Tiefe Geothermie e.V.), die die technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen verständlich erläuterte und zahlreiche Fragen der Besucher beantwortete.
Ebenfalls eindrucksvoll war der Erfahrungsbericht eines unmittelbar betroffenen Hauseigentümers aus Schwetzingen, der deutlich machte, dass die Schadensregulierungen oftmals erheblich schwieriger und langwieriger verlaufen, als dies in Informationsveranstaltungen von Projektbetreibern dargestellt werde.
Bitte klicken Sie auf das Bild für einen ausführlicheren Bericht.
Zweiter Offener Brief
Am 02.07.2026 hat die Bürgerinitiative einen zweiten Offenen Brief an die Geopfalz, den Ortsbürgermeister und die Mitglieder des Gemeinderats gerichtet.
Wir fordern hierin klare und belastbare schriftliche Aussagen zu dem angekündigten kostenlosen Beweissicherungsverfahren. In diesem Verfahren wird der Zustand der Häuser aufgenommen. Durch die Beweislastumkehr erleichtert dies bei späteren Schäden die Durchsetzung des Ersatzanspruchs.
Da momentan für die kostenlose Beweissicherung nur ein Radius von 500 Metern um die Bohrstelle angegeben wird, würden wohl nur sehr wenige Häuser Neuhofens hierfür in Betracht kommen. Die anderen müssten entweder selbst einen unabhängigen Gutachter beauftragen oder schlimmstenfalls um den Ersatz eines aufgetretenen Schadens streiten.
Wir bitten um Rückmeldung bis zum 17.07.2026
Bitte klicken sie auf die Brief-Vorschau um den gesamten Brief zu lesen.
Einladung zur Infoveranstaltung
der Bürgerinitiative gegen Tiefengeothermie Neuhofen
Was erwartet Sie?
Fachimpuls: Fakten Tiefengeothermie im Oberrheingraben – lokal, belegt
Schäden & Versicherung: Rechtliche und finanzielle Konsequenzen bei Schäden durch Tiefengeothermie
Erfahrungsbericht: Betroffene im Interview
Informationsaustausch: Fragerunde und Infotische im Foyer
Wann?
Sonntag, 26. Juli 2026, 10:00 Uhr
Wo?
Bürgerhaus „Neuer Hof“
Rottstr. 1, 67141 Neuhofen

Was ist ein Faktencheck wert, wenn die entscheidenden Fragen fehlen?
Am 1. Juni wurden in einem offenen Brief von uns konkrete Fragen zur Tiefengeothermie gestellt. Am 19. Juni erscheint im Amtsblatt ein „Faktencheck“. Was dabei auffällt: Die Fragen des offenen Briefs spielen darin praktisch keine Rolle.
Dabei wird seit Monaten im Ort über zentrale Fragen des Projekts diskutiert - etwa über mögliche Risiken, Haftungsfragen, die wirtschaftliche Tragfähigkeit und die Folgen für Anwohner. Drei Bürgerbegehren haben gezeigt, dass viele Bürgerinnen und Bürger bei diesem Thema mitreden wollen. Umso erstaunlicher ist es, dass nun der Eindruck entsteht, die wesentlichen Fragen seien bereits geklärt.
Zudem ist das Projekt gleichzeitig Teil des Forschungsprojekts agEnS. Forschung hat das Ziel, neue Erkenntnisse zu gewinnen und offene Fragen zu untersuchen. Wenn die entscheidenden Fragen bereits beantwortet sind – was genau soll dann noch erforscht werden?
Eine Frage verschwindet nicht dadurch, dass man sie nicht beantwortet. Gerade bei einem Projekt dieser Größenordnung sollten zuerst die offenen Fragen geklärt werden – und erst danach die Schlussfolgerungen gezogen werden.
Erneute Anfrage an den Ortsbürgermeister 09.06.2026
Auf unseren offenen Brief antwortete Herr Ortsbürgermeister Marohn auch im Namen des Gemeinderats.
Wir mussten jedoch feststellen, dass die Rückmeldung unsere Fragen nicht beantwortet. Im Wesentlichen wird auf frühere Veranstaltungen, Konzepte und eine noch offene Machbarkeitsstudie verwiesen.
Hierdurch wird der Kern unseres offenen Briefes bestätigt: Zu wesentlichen Punkten liegen der Öffentlichkeit bislang keine belastbaren, nachvollziehbaren und schriftlich zugeordneten Antworten vor.
Wir baten daher den Ortsbürgermeister erneut um die sachbezogene Beantwortung unserer Fragen.
Reaktion des Ortsbürgermeisters auf unseren Offenen Brief
Auf unseren offenen Brief ist eine Antwort eingegangen. Da uns keine ausdrückliche Freigabe zur Veröffentlichung des vollständigen Wortlauts vorliegt, dokumentieren wir die Rückmeldung hier nicht als Originaltext, sondern fassen die wesentlichen Aussagen zusammen.
Herr Ortsbürgermeister Ralf Marohn hat am 07. Juni 2026 geantwortet. Der wesentliche Inhalt:
Die gestellten Fragen seien in früheren Veranstaltungen und drei veröffentlichten Konzepten bereits beantwortet worden.
Zu den Themen Wegfall der Fernwärme durch das Großkraftwerk Mannheim sowie zum Wärmenetz Schifferstadt werden keine Aussagen getroffen.
Konkrete Kennzahlen wie Wärmepreise und Anschlusskosten sollen in einer Machbarkeitsstudie erarbeitet werden — Ergebnisse werden frühestens Sommer/Herbst 2027 erwartet.
Die Fraktionen des Ortsgemeinderates haben Herrn Marohn gebeten, für den gesamten Gemeinderat zu antworten. Eigene Stellungnahmen der Fraktionen werden nicht übermittelt.
Offener Brief der BI
Am 01.06.2026 stellten wir in einem Offenen Brief an den Gemeinderat, den Ortsbürgermeister und die Geopfalz GmbH & Co. KG eine Anfrage zu Leistungsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit und Risiken des geplanten Tiefengeothermievorhabens „Rhein-Pfalz".
Wir baten um Beantwortung bis zum 16.06.2026.
Bitte klicken sie auf das Bild rechts um den gesamten Brief zu lesen.
Die REN AöR ist neuer Gesellschafter der geopfalz GmbH & Co. KG
Für die Beobachter überschlagen sich die Ereignisse
Gestern noch wurde Herrn Fassott, dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde, das inzwischen dritte Bürgerbegehren gegen die Übertragung von Grundstücken an die Regenerative Energien Neuhofen (REN AöR) oder entsprechende Gemeinderatsbeschlüsse übergeben, heute schon werden Tatsachen geschaffen. Die REN AöR tritt der geopfalz bei und man feiert den nun gesicherten Bohrplatz.
Das wirft Fragen auf. Warum wird bei inzwischen drei anhängigen Bürgerbegehren (gab es so etwas jemals zuvor in Neuhofen?) nicht erst einmal die Lage geprüft? Warum dieses rasante Tempo?
Übergabe des dritten Bürgerbegehrens
Heute am 26.05.2026 um 10:00 Uhr wurde das dritte Bürgerbegehren im Rathaus Waldsee übergeben.
Die ersten beiden Bürgerbegehren wendeten sich gegen die Übertragung von gemeindeeigenen Grundstücken an die REN AöR und gegen die Zurverfügungstellung gemeindeeigener Grundstücke für die Tiefengeothermie. Dennoch wurde in der Gemeinderatssitzung vom 12.05.2026 die Übertragung von Grundstücken beschlossen.
Das aktuelle dritte Bürgerbegehren dient dazu, diesen Beschluss aufzuheben.
Die Fragestellungen des dritten Begehrens lautete:
"Soll der Beschluss des Ortsgemeinderates Neuhofen vom 12.05.2026 unter TOP 3 aufgehoben werden, wonach die gemeindeeigenen Grundstücke / Flurstücke 2831, 3067, 3068 sowie eine Teilfläche von 35.000qm aus Flurstück 2903/2 hoheitlich auf die Regenerative Energie Neuhofen AöR übertragen werden?"
Trotz der Pfingstfeiertage und der kurzen Frist von sechs Tagen erhielten wir von den wahlberechtigten Einwohnern 1.472 Unterschriften!
Das Interesse der Bürger an diesem Thema hat deutlich zugenommen. Dies ist auch an den tiefer gehenden Fragen zu erkennen.
Wir bedanken uns für das rege Interesse und die starke Teilnahme!

Vertreter der Bürgerinitiative Neuhofen vor dem Rathaus Waldsee

Ihre Stimme für eine
sichere Umwelt
Starke Resonanz auf die Bürgerbegehren
Zwei Bürgerbegehren trafen unter den Einwohnern auf starken Zuspruch.
Die Fragestellungen waren:
1. "Sind Sie dafür, dass die Ortsgemeinde Neuhofen keine in Ihrem Eigentum stehenden Grundstücke auf eine Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR) überträgt oder übertragen lässt?"
2. "Sind Sie dafür, dass die Ortsgemeinde Neuhofen keine in Ihrem Eigentum stehenden Grundstücke verkauft, verpachtet oder in sonstiger Weise zur Verfügung stellt, wenn diese für den Bau oder Betrieb einer Tiefengeothermie-Anlage genutzt werden oder hierfür bestimmt sind?"
In nur fünf Tagen unterzeichneten 1.323 bzw. 1.289 wahlberechtigte Einwohnerinnen und Einwohner die beiden Bürgerbegehren. Damit ist das nach § 17a GemO Rheinland-Pfalz erforderliche Quorum deutlich überschritten!
Beide Bürgerbegehren wurden am 19.05.2026 offiziell an Ortsbürgermeister Marohn im Beisein von Patrick Fassott, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rheinauen, übergeben. Auch die Presse war anwesend.




